eta Vermessung
Anfang Oktober war es endlich soweit, worauf so viele Segelflieger schon lange gespannt gewartet haben und immer wieder Anfragen an die Idaflieg stellten. Der eta wurde vermessen! Erste Anstregungen hatte es schon im August gegeben, da zu diesem Zeitpunkt das Flugzeug beim LTB Binder sich im süddeutschen Raum befand und das Idaflieg-Sommertreffen in Aalen-Elchingen kurz vor dem Bergfest stand. Da es aber noch einige organisatorische Probleme zu lösen galt, kam es zu diesem Zeitpunkt noch nicht dazu.



Der Ort des Geschehens

Die Vermessung wurde entgegen der relativ jungen Tradition wieder mal in Braunschweig durchgeführt. Dass die Vermessung gerade hier stattfand ergab sich aus mehreren Gründen. Einerseits ist hier die Infrastruktur, wie die "heilige DG300/17" des DLRs und die Messanlagen des Instituts für Flugführung der TU Braunschweig zu Hause. Des weiteren waren für die meisten Beteiligten die Wege kürzer.
Die Messmannschaft

Eines der Messteams
Natürlich kam auch die Frage auf, wer denn die große Ehre haben durfte die Vermessung zu fliegen, da man bis dahin noch nicht die Möglichkeit hatte, alle Tage mal eta zu fliegen. Nach reiflicher Überlegung und Rücksprache mit dem Flugzeughalter, der schließlich das letzte Wort hat, kamen Messteams zustande, die gemeinsam bei weitem mehr als 5555 Flugstunden haben. Einige der Vermessungsflüge führte jemand durch, der in der Idaflieg für die Leistungsvermessung deutliche Impulse gesetzt hat und ohne den wir heute lange nicht so gut messen könnten wie jetzt. Dieser ist kein geringer als Gerhard Stich. Weitere aktive Mitglieder der Idaflieg waren ebenfalls bei einem Flug dabei, der lange geradeaus führte...!

Das Messverfahren

Das angewandte Messverfahren wurde durch eine Flugmessanlage unterstützt, welche das Institut für Flugführung der TU Braunschweig zur Verfügung stellte. Entwickelt hat diese Anlage Gerko Wende von der Akaflieg Hannover. Sie wird seit einigen Jahren erfolgreich angewandt und immer wieder in Details verbessert. Die "heilige DG300/17" des DLR wird dadurch aber nicht nutzlos, ganz im Gegenteil. Es wird bei diesem Vergleichsflugverfahren ein genau kalibriertes Referenzflugzeug benötigt, um eine qualitativ ansprechende Messung zu erhalten. Meteorologische Störungen, die selbst in FL130 morgens um 07:00 Uhr vorhanden sind, würden die Messungen verfälschen, ohne dass sich dies den Piloten im Flugbild oder Flugverhalten wirklich bemerkbar macht. Die "Heilige" wird von der Flugabteilung des DLR Braunschweig für weitere Flugversuche genutzt.

 

Das Ergebnis

Jeder von uns ist neugierig und würde nun gerne wissen, was im eta steckt. Für die Idaflieg gibt es beim eta keine Ausnahme bezüglich unserer Zweijahressperre für die Polaren zur Veröffentlichung. Natürlich können Ergebnisse vorher bekanntgegeben werden, wenn der Hersteller dies ausdrücklich erlaubt.

 

Danke

Wir möchten uns an dieser Stelle nochmals bei allen bedanken, die ihr Vertrauen der Idaflieg geschenkt haben und wieder mal gezeigt haben, dass unsere Arbeit wirklich gebraucht wird, auf Interesse stößt und in einer qualitativen Art durchgeführt wird, dass man wahrscheinlich auch bei nachfolgenden Projekten wieder auf die Erfahrung der Idaflieg gerne zurückgreift.

Ein weiteres Danke soll in eigener Sache ausgesprochen werden für alle, die hinter den Kulissen gearbeitet haben. Eine Leistungsvermessung ist mehr als einfach konstant bei einer Geschwindigkeit geradeaus zu fliegen. Schwerpunktwägungen gehören ebenso zum Standard wie ein gut ausgefülltes Zustandsprotokoll. Auch die Auswertung selbst geschieht nicht "auf Knopfdruck", sondern erfordert ebenso ein beträchtliches Maß an Zeit und Aufwand.